Bio-Honigbrand richtig genießen

Honigbrand will mit Gefühl für Trinkkultur genossen werden: Temperatur und die Form des Glases sind richtig zu wählen.

Honigbrand am Winterabend Honigbrand am Winterabend Honigbrand am Winterabend
© Die Hochland Imker
Beim Brennen führt die Reise durch das Reich der Düfte erst gegen das Ende hin zum Honig (Siehe auch: Destillieren - ein Erlebnis der Düfte).
Hier liegt auch die typische Eigenheit eines reinen Honigbrandes: Das Honigaroma ist sehr schwer flüchtig und erschließt sich erst in der allerletzten Phase des Destillierens. Im fertigen Brand ist der Honig nur sehr verhalten zu erkennen, der Schnapsgenießer muss sich auf ihn einlassen können. Honigbrand ist nichts schnelle Trinker.
Honigbrand will mit Gefühl für Trinkkultur genossen werden: Temperatur und Glasform sind richtig zu wählen.

Die richtige Trinktemperatur

Honigbrand braucht etwas Wärme, um sich entfalten zu können. Die ideale Trinktemperatur liegt zwischen 18 und 20 Grad, also nahezu bei der heute üblichen Zimmertemperatur. Lassen Sie ihn langsam aus der Flasche in das Glas gleiten, um dem Honigbrand die Luft fühlen zu lassen.
Damit sind wir auch schon bei der:

Trinkkultur

Honigbrand ist ein edles Produkt. Er ist die Seele des Honigs. Er ist Ausdruck der reinen Kraft der Sonne.
Das optimale Glas für den Honigbrand ist tulpenförmig. Am Boden nicht zu weit ausladend, sonst wird zuviel Alkohol frei und verdrängt den Honig. Darüber wird das Glas weiter, etwas bauchig. Hier entsteht die Duftkammer, hier kann sich das Aroma entfalten. Durch die nach oben folgende sanfte Verjüngung wird das Aromabuket verdichtet.
Halten Sie ihre Nase auf Distanz und schnuppern sie lange und diffizil, um allen - auch den im Hintergrund befindlichen - Aromen und Nebentönen auf die Spur zu kommen.
Empfehlen Drucken