Mehr Blüten mit weniger Geld

Über die Verantwortung der Verpächter für Biodiversität.

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© Peter Frühwirth
Die öffentliche Diskussion neigt oft dazu, die Verantwortung für die Artenvielfalt „den anderen" zuzuschieben. Soll dem „Insektensterben" – als negativ behaftetes Synonym für schwindende Artenvielfalt – wirksam Einhalt geboten werden, muss jeder Einzelne in unserer Gesellschaft in seinem Wirkungskreis seinen Beitrag leisten. Niemand kann und darf sich da aus der Verantwortung stehlen.
Im Wirkungskreis Landwirtschaft müssen sich die Verpächter von landwirtschaftlichen Nutzflächen künftig ihrer Verantwortung für Artenvielfalt stellen. Sie können es auch. Wenn sie nur wollten. Indem sie damit aufhören, die Maximierung ihres arbeitslosen Einkommens – das ist die Verpachtung ja letztlich – über den Erhalt und die Schaffung von Artenvielfalt zu stellen.
Blühstreifen Mitte Juli Blühstreifen Mitte Juli Blühstreifen Mitte Juli
© Peter Frühwirth
Über die Instrumente Pachtpreis und Pachtvertrag kann der Verpächter die Grundlage für artenvielfältigen Lebensraum ermöglichen. Er verlangt die Hälfte des ortsüblichen Pachtpreises und vereinbart im Pachtvertrag, dass der Bewirtschafter an einer Maßnahme im österreichischen Umweltprogramm teilnimmt und auf einem Teil der Pachtfläche Lebensraum für Artenvielfalt ermöglicht. Nach dem Motto: „Mehr Blüten mit weniger Geld".
Grundsätzlich haben wir dafür in Oberösterreich ein Potential von 176.000 ha landwirtschaftlicher Nutzfläche. Das sind immerhin 36 Prozent der bewirtschafteten Fläche.
Die vollständige Publikation mit Tabelle über das Potential an Pachtflächen siehe Download unten.
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