Honigschaum - eine nicht erlaubte Köstlichkeit

Viel Pollen und ein Traum an Geschmacksvielfalt.

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© Die Hochland Imker
Jeder Imker kennt das: Der Honig im Lagerbehälter kristallisiert früher oder später. Damit er abgefüllt werden kann, muss der Imker ihn flüssig machen ("auftauen" wie der Imker sagt). Durch diese (milde) Erwärmung wird der Honig automatisch auch dünnflüssiger, womit im Honig eingeschlossene winzig kleine Luftbläschen und auch Pollenkörner aufsteigen. Sie bilden an der Oberfläche des Honigs eine mehr oder minder dünne Schicht, die wie ein Schaum aussieht (durch die Luftbläschen). Am Ende des Abfüllvorganges, bei den letzten 2 bis 3 Gläsern gelangt dieser Honigschaum ins Glas.
Weil dieser Honigschaum "nicht schön ausschaut", dürfen diese Honiggläser nicht in den Verkauf gehen.

Traumhafter Geschmack

In den feinen Luftbläschen des Honigschaumes ist die ganze Vielfalt an Aromastoffen eingeschlossen. Man kann sagen: Die für diesen Honig typische Aromavielfalt ist im Honigschaum konzentriert. Zusätzlich tragen die vielen Pollenkörner zum traumhaften Geschmack des Honigschaumes bei. Nachdem Pollen auch als besonders gesund gilt, sind die letzten Honiggläser eines Abfüllvorganges auch aus dieser Sicht sehr hochwertig.
Bisher hat noch niemand daran gedacht, Honig mit Honigschaum als eigene Spezialität anzubieten. Vielleicht auch, weil dieser nur in minimalen Mengen anfällt.

Eines lässt sich sicher sagen: Honigschaum ist die Essenz des Honigs.

Verantwortung für das Vertrauen des Kunden

Festzuhalten ist auch, dass Honig mit zu hohem Wassergehalt zu gären beginnen kann. Auch in diesem Fall entsteht an der Honigoberfläche ein Schaum. Dieser ist von außen vom Nicht-Fachmann nur schwer vom wertvollen Honigschaum zu unterscheiden. Erst beim Öffnen des Glases erkennt man sicher einen gärenden Honig am unverkennbaren Gär-Geruch. Der hochwertige Honigschaum duftet.
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