WALDSCHRAT

Bio-Honig-Fichtenwipfel-Essig aus den Wäldern unserer Region Donau-Böhmerwald.

Die Produktion

Junge Fichtenwipfel Junge Fichtenwipfel Junge Fichtenwipfel
© Die Hochland Imker
An warmen Maitagen, wenn in unseren Wäldern an den Fichtenzweigen die Knospen aufbrechen und sich die hellgrünen, dicht und weich benadelten "Maitriebe" herausschieben, gehen wir zu den Bienen und sammeln die jungen frischen Fichtenwipfel.
In unseren Produkten wollen wir die gemeinsame Herkunft aller Zutaten verwirklicht sehen. Darum sammeln wir die Fichtenwipfel für den WALDSCHRAT ganz bewusst von jenen Fichten, von denen später im Juni und Juli unsere Bienen den Honigtau für unseren Waldhonig sammeln. Die Mineralstoffe des Bodens, das Wasser, die Sonne, die rauen Winde dieser "einen" Lage bestimmen in den hier wachsenden Pflanzen und Früchten Inhaltsstoffe, Aroma und Geschmack. Sie bilden eine lebendige Einheit. Sie ist die "Mitte in unserem Leben".
Im Honigweinkeller werden die jungen Fichtenwipfel gemeinsam mit dem Waldhonig des Vorjahres - beide stammen aus der gleichen Lage - vergoren. Während der drei bis vier Wochen dauernden Gärung verbinden sich die Inhaltsstoffe durch die Arbeit der Hefe und anschließend der Essigbakterien zu einem neuen ganz individuellen Produkt - unserem WALDSCHRAT.

Der Charakter

Unverkennbar ist die Herkunft aus den Fichtenwäldern zwischen Donautal und Böhmerwald.
Der harzig-frische Duft nach geschlagenem Holz erinnert an Wanderungen durch weitläufige Wälder; eine Erinnerung an warme Sommerluft voll an Aromen von Baumharzen und frischen Nadeln.

Die Verwendung

In Salat von speckigen Erdäpfeln, auf Vogerlsalat und zu roten Blattsalaten kann der WALDSCHRAT bestens entfalten. Saucen zu Braten vom Hirsch, von Reh und besonders vom Wildschwein erhalten mit der fein abgestimmten Zugabe von WALDSCHRAT eine ganz besondere würzige Note.

Der Waldschrat in der Geschichte unserer Region

In einer Urkunde aus dem Jahre 1275, in der von Schenkungen des Geschlechtes der Marspacher an den Bischof von Passau die Rede ist, wird unter anderem Schrattendobel als bereits bestehender Orte genannt. Dass der Ort Schrattendobel sehr alt ist, sagt uns der Name. Die Schraten waren im Volksglauben früherer Zeiten kleine, bärtige und barfüßige, helfende Wesen, die in finsteren Wäldern in Schrazlöchern hausen und den Menschen nicht mehr geschaffte Arbeiten über Nacht erledigen. Waldgeister, ähnlich den römischen Faunen. Schrattendobel ist also ein Ort, wo die Flurgeister ihr Wesen trieben.
Auch in unserer Gemeinde Pfarrkirchen im Mühlkreis dürften somit die Waldschrate heimlich so manchen Menschen geholfen haben, ihr Tagwerk zu vollenden.
Ebenso zeigt eine Kachel aus einem gotischen Ofen aus dem alten Landgericht Velden einen wilden, am ganzen Leibe behaarten Mann, wie er auf einem gehörnten Untier reitet. Nach dieser Quelle war der Waldschrat ein allwissender und kräuterkundiger Elementargeist und Vegetationsdämon.

Was lag also näher, unserem Honig-Fichtenwipfel-Essig, ein pures Produkt unserer Wälder, den Namen WALDSCHRAT zu geben?
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