Wie geht es unseren Bienenvölkern?

Durch Kontrolle während der Wintermonate informieren wir uns über Stärke und Varroabefall.

Varroa-Situation

Je mehr Streifen  desto stärker ist das Bienenvolk. Je mehr Streifen  desto stärker ist das Bienenvolk. Je mehr Streifen  desto stärker ist das Bienenvolk.
© Peter Frühwirth
Die regelmäßige Kontrolle der Bienenvölker während der Wintermonate gibt uns wertvolle Informationen über die Verfassung der Völker, die Volksstärke und vor allem über die Situation des Varroabefalls. So sind wir weitgehend vor Überraschungen sicher. Bereits jetzt sehen wir, ob uns die Varroamilbe im kommenden Bienenjahr ein Problem machen wird, oder ob wir uns gelassen auf die Honigproduktion konzentrieren können. Nach der Restentmilbung darf der natürliche Milbenfall nicht höher als 0,5 Milben pro Tag sein. Derzeit liegen wir auf allen Ständen zwischen 0 und 0,3 Milben pro Tag. Das beruhigt. Unsere Bienenvölker werden mit einem sehr niedrigen Anfangsbefall in die Brutsaison 2013 starten.

Volksstärke

Wenn sich die Bienen das Winterfutter holen, um die Wintertraube auf 20 bis 24°C zu halten (auch bei tiefen Minustemperaturen!), schroten sie die Wachsdeckel der Zellen ab. Diese Wachsbrösel (Gemüll) fallen in den Wabengassen zu Boden und bilden auf der eingelegten Gittertasse längliche Streifen (siehe Bild oben). Die Zahl dieser Streifen ist ein Spiegelbild der Volksstärke. Völker auf 2 Zargen haben zwischen 5 und 6 Gemüllstreifen, junge Völker auf 1 Zarge sollen zwischen 4 und 5 Streifen aufweisen. Das Volk, von dem das Foto oben stammt, hat sogar 7 Streifen mit einem beginnenden kleinen Streifen ganz rechts. Nicht jedes Volk ist so stark, aber wir sind heuer sehr zufrieden und erwarten mit Spannung den Frühling.

Wintertotenfall

Durch Einlegen von Gittertassen sehen wir Volksstärke und Varroabefall. Durch Einlegen von Gittertassen sehen wir Volksstärke und Varroabefall. Durch Einlegen von Gittertassen sehen wir Volksstärke und Varroabefall.
© Peter Frühwirth
Einzelne Bienen, besonders die Älteren und solche mit zu geringer Vitalität (zB. durch Varroabefall in der Brutzelle oder durch andere Belastungen wie Pflanzenschutzmittel) fallen im Winter aus der Bienentraube. Das Ausmaß dieses "Wintertotenfalls" ist damit ebenfalls ein Zeiger für die gesundheitliche Verfassung des Bienenvolkes. Der Totenfall, wie er links im Bild zu sehen ist, bewegt sich im Rahmen des Normalen. Auch in den vergangenen Jahren hatten wir keine Probleme mit überhöhtem Totenfalls; für uns auch ein Zeichen, dass unsere Bienen in einer weitgehend naturnahen und gesunden Umgebung stehen, mit viel Pollen- und Nektarangebot auch in den Monaten Juli und August.